• Service von Mo-Fr von 10-18h
  • Kostenloser Versand ab 50 EUR
  • SSL-Verschlüsselung für Ihre Sicherheit

Öko-Siegel im Überblick

Öko-Siegel sind keine Werbemittel sondern stehen für bestimmte Werte und garantieren Ihnen ein gutes Gefühl beim Einkauf hochwertiger Kinderbekleidung. Es gibt zu viele Öko-Siegel auf dem Markt um sie hier alle vorzustellen. Deshalb beschränken wir uns auf jene Siegel, die ein Teil unserer Produkte tragen dürfen. Dies sind zugleich zwei der Bekanntesten.



 

Öko-Tex Standard 100

Der OEKO-TEX® Standard 100 wurde nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit 1992 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und ist ein weltweit anerkanntes Prüf- und Zertifizierungssystem, das die Verwendung von möglichen Schadstoffen in Textilien im Rahmen von umfangreichen Labortests ausschließt bzw. streng reglementiert.

Textilprodukte dürfen nur dann mit dem OEKO-TEX® Label ausgezeichnet werden, wenn sämtliche Bestandteile den geforderten Prüfkriterien entsprechen, also auch Zubehör wie Nieten, Knöpfe, Reißverschlüsse, Einlagen usw.

Grundlage der Schadstoffprüfungen bildet ein wissenschaftlich fundierter Kriterienkatalog mit über 100 Einzelparametern. Die Prüfkriterien sind weltweit verbindlich und werden jährlich den neuesten Erkenntnissen angepasst. In ihrer Gesamtheit gehen sie weit über nationale Gesetze hinaus. Textilien mit dem OEKO-TEX® Prüfzeichen verfügen über hautfreundliche Eigenschaften, unabhängig davon, wo sie produziert wurden.

Die OEKO-TEX® Schadstoffprüfungen sind für Erzeugnisse aller Verarbeitungsstufen (Rohstoff, Garn, Gewebe, Fertigprodukt) möglich und richten sich immer nach dem jeweiligen Verwendungszweck der Textilien. Je intensiver der Hautkontakt eines Produkts ist, desto höhere Anforderungen muss es dabei erfüllen. Entsprechend gelten für Babyartikel (OEKO-TEX® Produktklasse I) die strengsten Grenzwerte des gesamten Prüfsystems.

Das OEKO-TEX® Label ist das bekannteste und erfolgreichste Prüfzeichen seiner Art und hat sich innerhalb der textilen Kette als fester Sicherheitsmaßstab etabliert. Die Unternehmen der Textilindustrie verwenden die OEKO-TEX® Kriterien erfolgreich als zusätzliches Instrument zur Qualitätssicherung. Vom Endverbraucher wird das OEKO-TEX® Label seit Jahren als zuverlässige Entscheidungshilfe beim Textilkauf geschätzt und genießt in Europa mittlerweile eine ähnliche Verbreitung und Bekanntheit wie große Produktmarken.

Zertifizierungskriterien

Der OEKO-TEX® Kriterienkatalog umfasst zurzeit mehr als 100 Einzelparameter, zu denen gesetzlich verbotene und reglementierte Substanzen, bekanntermaßen gesundheitsbedenkliche Stoffe sowie Kriterien zur Gesundheitsvorsorge des Verbrauchers gehören.

Im Einzelnen werden die Textilprodukte u. a. auf krebserregende und allergisierende Farbstoffe, verbotene AZO-Farbmittel und Pestizidrückstände getestet. Strenge Grenzwerte gelten darüber hinaus für Formaldehyd, extrahierbare Schwermetalle, chlorierte Phenole und Toluole sowie zinnorganische Verbindungen. Schließlich müssen die Textilien gewisse Farbechtheiten einhalten und einen hautfreundlichen pH-Wert aufweisen.

Aufgrund ihrer weltweiten Anwendbarkeit und Verbreitung tragen die OEKO-TEX® Prüfkriterien seit 20 Jahren erfolgreich zum Ausschluss schädlicher Substanzen sowie zu einem sensibleren Umgang mit möglichen Problemstoffen in der Textilindustrie bei. Sie bieten ein transparentes Anforderungsprofil für Liefer- und Einkaufsbedingungen bis hin zum Einzelhandel.

OekoTex - weitere Informationen

 



  

GOTS

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde mit dem Ziel entwickelt, die vielen unterschiedlichen Standards der Textilindustrie zu vereinheitlichen. Damit sollte die Verwirrung gemindert werden, die sowohl unter den Konsumenten als auch unter den Akteuren der Branche herrschte, und die den internationalen Markt ökologisch produzierter Baumwolle am Wachsen hinderte.

 

Zertifizierungskriterien

Kinderarbeit
Laut dem Standard ist es untersagt, dass zertifizierte Unternehmen Kinder beschäftigen. Unternehmen müssen Richtlinien, Programme und Projekte entwickeln und unterstützen, die Kindern in Angestelltenverhältnissen helfen, wieder in gute Bildungssysteme integriert zu werden und bis zum Eintreten ins Erwachsenenleben auch dort bleiben.

Entlohnung
Löhne und Zuschüsse, welche für eine reguläre Arbeitswoche bezahlt werden, müssen mindestens den Industriestandards entsprechen. Löhne müssen immer die Grundbedürfnisse decken und darüber hinaus frei verfügbares Einkommen garantieren. Alle Arbeitnehmer müssen verständliche und schriftliche Informationen über ihre Arbeitsbedingungen erhalten.

Mitspracherechte im Unternehmen
Es gelten Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Alle Arbeiter haben das Recht, Gewerkschaften zu gründen oder ihnen anzugehören.Gewerkschaftsmitglieder dürfen nicht diskriminiert werden und es wird ihnen ermöglicht, ihre gewerkschaftlichen Funktionen auszuüben.

Arbeitszeiten
Arbeitszeiten müssen mit nationalen Gesetzen und industriellen Standards übereinstimmen, wobei der Standard gewählt werden muss, welcher dem Arbeitnehmer einen größeren Schutz gewährt. Unter keinen Umständen darf vom Arbeitnehmer erwartet werden, dass er regulär mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet. Dem Arbeitnehmer steht mindestens ein freier Tag nach jeweils sieben Arbeitstagen zu. Überstunden sind nur auf freiwilliger Basis zu leisten und dürfen nicht über 12 Stunden pro Woche hinausgehen. 

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Es muss vom Arbeitgeber ein sauberes und hygienisches Arbeitsumfeld garantiert werden. Es müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um Arbeitsunfälle zu verhindern und von der Arbeit ausgehende Gesundheitsrisiken auszuschließen. Es müssen Zugänge zu sauberen und hygienischen Sanitärenanlagen, zu tragbarem Wasser, Ruhezonen, Speiseräumen und zu hygienischen Lagerbereichen für Essen gewährleistet werden.

Umweltfreundliche Produktion
Alle involvierten Akteure benötigen ein schriftliches Dokument zu ihrer Umweltpolitik, welches Angaben u.a. zu den folgenden Punkte beinhalten muss:

  • Prozesse zur Minderung von Abfällen und Abwasser
  • Prozesse zur Rückverfolgung im Falle von Abfall- und Schadstoffbelastung
  • Prozesse zur Verbesserung der Unternehmensaktivitäten entsprechend der Umweltpolitik
  • Dokumentation von allen verwendeten Chemikalien, Wasserverbrauch, Energieverbrauch und Abwasseraufbereitung

Für alle Schritte entlang der Wertschöpfungsketten gibt es jeweils eine Chemikalienliste, die vorschreibt, welche Chemikalien nicht verwendet werden dürfen (GOTS 2.3.1.). Der Standard beinhaltet spezifische Vorschriften zur Abwasseraufbereitung. GOTS beinhaltet keine Kriterien zum Anbau von ökologischer Baumwolle. Er schreibt jedoch vor, dass jegliche verwendete Baumwolle zu mindestens 95 % aus ökologischem Anbau stammen muss und dem IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movement) Basic Standard entsprechen muss.

GOTS - weitere Informationen

Zuletzt angesehen